Ärzte Zeitung, 17.07.2008

BUCHTIPP DES TAGES

Wege aus dem Burnout

Ausgebrannte Patienten gut zu erkennen und ihnen Wege aus dem Burnout zu zeigen, das wird für Ärzte immer wichtiger. Eine kleine Hilfe liefert das Buch "Burnout - praxisnah" des Schweizer Allgemeinarztes Dr. Ferdinand Jaggi.

Auf 40 Seiten fasst Jaggi knapp und präzise zusammen, wie Burnout definiert wird, welche Instrumente bei der Diagnose helfen, und welche Maßnahmen Erfolg versprechen. Erläutert werden etwa das Maslach-Burnout-Inventory (MBI) mit 25 Fragen und das mit zehn Fragen deutlich kürzere Burnout-Screening-Inventory (BSI).

Die beiden Fragenbögen sind komplett auf Deutsch abgebildet. Der Autor geht zudem auf Stress und Mobbing am Arbeitsplatz als Burnout-Faktoren ein und beschreibt Stressbewältigungsformen sowie Persönlichkeitsmerkmale, die die Stressbewältigung erschweren. Etwas ausführlicher wird auch auf die Abgrenzung von Burnout zu Depression, Neurasthenie, Fibromyalgie und Fatigue-Syndrom eingegangen.

So sind nach Jaggis Angaben Burnout und Depression nicht scharf voneinander zu trennen. Als Entspannungsmethoden nennt der Autor etwa die progressive Muskelrelaxation nach Jacobson sowie Lach-Yoga nach Madan Kataria. Für schwer kranke Patienten werden auch medikamentöse Optionen beschrieben. (mut)

Ferdinand Jaggi: Burnout - praxisnah. Georg Thieme Verlag Stuttgart, 2008. 40 Seiten, 22 Abbildungen, 2 Tabellen. ISBN: 978-3-13-145901-5. Preis: Preis: 4,95 Euro.

[17.07.2008, 09:36:03]
Dipl.-Psych. Jörg Christlieb 
Wege aus dem Burnout
beim Lesen des Artikels frage ich mich ob der wackere Dr. Jaggi schon von der Möglichkeit einer psychotherapeutischen Behandlung von BurnOut-Patienten gehört hat. So klingen seine Behandlungsmöglichkeiten doch etwas kläglich.

 zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »