Ärzte Zeitung online, 20.10.2008

Erstmals Studie zu Vergewaltigungen im Zweiten Weltkrieg

GREIFSWALD (dpa). Die seelischen Folgen von Vergewaltigungen während des Krieges werden jetzt erstmals wissenschaftlich aufgearbeitet. Solche Verbrechen seien im Zweiten Weltkrieg ein Massenphänomen gewesen, würden aber bis heute tabuisiert.

Darauf wies der Psychiater Dr. Philipp Kuwert von der Universität Greifswald am Montag zum Start der psychotraumatischen Studie.

Historiker gingen von bis zu 1,9 Millionen vergewaltigten deutschen Frauen allein in der ersten Hälfte des letzten Kriegsjahres 1945 aus. Zusammen mit dem Verein "medica mondiale" sollen zunächst vergewaltigte Frauen aus Mecklenburg-Vorpommern und Berlin-Brandenburg befragt werden.

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