Ärzte Zeitung online, 10.03.2009

Jungen mit Fisch auf dem Speiseplan werden schlauer

GÖTEBORG (dpa). Jungs im Teenager-Alter entwickeln sich intellektuell besser als ihre Altersgenossen, wenn sie mindestens einmal pro Woche Fisch essen. Das haben Wissenschaftler der schwedischen Universität in Göteborg bei der Untersuchung von 3972 männlichen Jugendlichen herausgefunden.

Wie die Wissenschaftler am Montag berichteten, hatten Jungen, die einmal pro Woche Fisch verzehrten, um sechs Prozent erhöhte verbale und andere intellektuelle Fähigkeiten. Wenn es jeweils zweimal oder noch häufiger Fisch zu essen gegeben hatte, habe der Abstand mit elf Prozent sogar fast das Doppelte betragen (Acta Paediatrica, 98, 2009, 555).

Die Wissenschaftler unter Leitung von Kjell Torén hatten männliche Jugendliche im Alter von 15 Jahren untersucht und dann erneut als Wehrpflichtige mit 18 Jahren. 58 Prozent von ihnen bekamen einmal pro Woche und 20 Prozent mehr als einmal wöchentlich Fisch zu essen. Nach Angaben von Torén, ist die Intelligenz fördernde Funktion von Fisch in dieser Phase des Wachstumsprozesses hiermit zum ersten Mal bei einer umfassenden Reihenuntersuchung nachgewiesen. Die Forscher fanden den Zusammenhang von Intelligenz und Fisch unabhängig vom Bildungsgrad der Eltern.

Es sei nach wie vor aber nicht genau klar, in welcher Weise die kognitive Entwicklung durch den Fischverzehr gefördert werde. Fisch enthalte beispielsweise Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, die sich während der Fötus-Entwicklung im Gehirn anreicherten.

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