Ärzte Zeitung online, 27.03.2009

21-Jährige soll Zwillinge getötet haben - eines im Mutterleib

FRANKFURT /ODER (dpa). Eine 21-jährige Frau aus Brandenburg soll ihre Zwillinge - einen gleich nach der Geburt und einen noch im Mutterleib - getötet haben. Gegen die Studentin sei Haftbefehl erlassen worden, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder), Ulrich Scherding, am Freitag.

Die junge Frau soll in der Nacht zum Mittwoch zu Hause in Biesenthal einen Säugling zur Welt gebracht und unmittelbar danach durch Gewalteinwirkung umgebracht haben. Anschließend tötete sie nach bisherigen Ermittlungen das andere Baby noch im Mutterleib und ließ sich dann in eine Berliner Klinik fahren, wie Scherding weiter berichtete.

Dort sei das tote Baby per Kaiserschnitt geholt worden. Dabei entdeckten die Ärzte nach Medienberichten eine weitere Nabelschnur. In der Wohnung der Frau sei daraufhin unter einem Bett die Leiche des anderen Zwillings entdeckt worden, der schwere Kopfverletzungen aufwies. Scherding wollte diese Einzelheiten zunächst nicht kommentieren und auch keine Angaben zu den Obduktionsergebnissen machen. "Nach bisherigen Erkenntnissen gehen wir davon aus, dass die Kinder lebensfähig waren."

Zur Aussage der jungen Frau oder zur Frage eines möglichen weiteren Tatbeteiligten äußerte sich Scherding nicht. Das Motiv liegt im Dunkeln. Der Haftbefehl gegen die Studentin laute auf zweifachen Totschlag. Sie kam in eine Justizvollzugsanstalt. Die junge Frau soll psychiatrisch begutachtet werden.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Gröhes Sonnenschein-Politik

Bei der Eröffnung des Ärztetags weiß sich der Gesundheitsminister bei Partnern. Kritik hat Gröhe nur für den Koalitionspartner übrig und freut sich auf ein Wiedersehen beim Ärztetag 2018. mehr »

Berichte, Videos und Tweets rund um den Deutschen Ärztetag

Begleiten Sie den 120. Deutschen Ärztetag in Freiburg mit uns online. Die "Ärzte Zeitung" berichtet vom 23.-26.5. live und aktuell über alle wichtigen Ereignisse und Debatten. mehr »

"Turbolader einer Zwei-Klassen-Medizin"

Die Einheitsversicherung als Garant für Gerechtigkeit im Versorgungssystem? Aus Sicht von BÄK-Präsident Professor Frank Ulrich Montgomery eine fatale Fehleinschätzung. Die "Ärzte Zeitung" dokumentiert Auszüge aus seiner Ärztetags-Eröffnungsrede. mehr »