Ärzte Zeitung online, 12.11.2009

Studie: Psychische Beschwerden sind Volkskrankheit

GÜTERSLOH (dpa). Psychische Beschwerden haben sich nach einer Studie der Bertelsmann Stiftung zu einer Volkskrankheit entwickelt. Rund ein Drittel aller Erwerbstätigen klage über psychische Belastungen, heißt es in dem am Donnerstag in Gütersloh veröffentlichten Gesundheitsmonitor.

Mehr als 20 Prozent der deutschen Bevölkerung suchen demnach innerhalb eines Jahres wegen psychischer Probleme einen Arzt auf. Der Gesundheitsmonitor der Bertelsmann Stiftung befragt zweimal jährlich 1500 Menschen.

Der Studie zufolge verschärfen die unsicheren wirtschaftlichen Verhältnisse die Situation: 52 Prozent der Menschen in befristeten Arbeitsverhältnissen klagen über psychische Belastungen. Aber auch Zukunftssorgen gehen mit einem erhöhten Risiko psychischer Beschwerden einher.

Selbst ohne Sorgen um die berufliche Zukunft haben schwierige Arbeitsbedingungen einen negativen Einfluss auf das Wohlbefinden: Wer mehr als fünf Tage die Woche arbeitet (42 Prozent) oder täglich einen Arbeitsweg von mindestens 30 Minuten zu bewältigen hat (38 Prozent), wird häufiger psychisch krank. Ebenso kann das Betriebsklima die Psyche beeinträchtigen.

Lesen Sie dazu auch:
Suizid-Prävention beginnt in der Schule

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBVdrücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »