Ärzte Zeitung, 27.04.2010

Jedes achte Kind hört schon schlecht

KÖLN (dpa). Schon jedes achte Kind im Alter von 8 bis 14 Jahren hört - lärmbedingt - nicht mehr perfekt. Vor allem bei mittleren und hohen Tönen liege eine Hörminderung vor, teilte die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zum Internationalen Aktionstag gegen Lärm am 28. April mit. Eltern sollten Kinder gegen Lärm im Alltag schützen, auch etwa vor extrem lauten Kinderpistolen, Spielzeugtrompeten oder Trillerpfeifen, so das BZgA.

Verursacher der gesundheitlichen Schädigung sei vor allem Lärm, der aber nicht "nur" zu Hörschäden oder Ohrgeräuschen führe. Laut BZgA kann er den gesamten kindlichen Organismus belasten, zu Schlafstörungen und Konzentrationsschwäche führen, den Blutdruck erhöhen oder körperliche Stressreaktionen bewirken.

"Hörschädigungen bei Kindern entwickeln sich meist langsam und über lange Zeit unbemerkt. Das ist besonders tückisch", sagte BZgA- Direktorin Elisabeth Pott. Die Auswirkungen zeigten sich oft erst später, die Schädigungen seien dann nicht mehr rückgängig zu machen.

www.bzga.de
www.kindergesundheit-info.de

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »