Ärzte Zeitung online, 11.05.2011

AOK Bayern: Fehltage wegen psychischer Probleme nehmen zu

München (eb). Arbeitnehmer in Bayern fehlen im Job offenbar immer häufiger wegen psychischer Probleme. Die Anzahl der Tage, an denen sie wegen psychischer Leiden krankgeschrieben sind, habe deutlich zugenommen, berichtet die AOK Bayern.

Die Krankenkasse hat nach eigener Auskunft die Daten von ihren 2,1 Millionen versicherten Arbeitnehmer ausgewertet. Demzufolge stieg die Zahl der Arbeitsunfähigkeitstage im Vergleich zum Jahr 2000 um fast 54 Prozent.

Psychische Erkrankungen hätten neun Prozent aller Fehltage verursacht, hieß es in der Mitteilung. Die AOK Bayern vermutet, dass der Grund dafür darin liegt, dass die Stressbelastung in der Arbeitswelt stetig zunimmt.

Die meisten Fehltage seien durch Muskel- und Skeletterkrankungen (24 Prozent) zustande gekommen. Fast elf Prozent durch Erkrankungen der Atemwege.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »