Ärzte Zeitung online, 10.09.2011

Botulismus: Bundesamt warnt vor französischer Oliven- und Tomatenpaste

BERLIN (dpa). Frankreich-Urlauber sollten aufpassen: Das Bundesamt für Verbraucherschutz warnt vor französischer Oliven- und Tomatenpaste. Im Nachbarland seien acht Menschen an Botulismus erkrankt, teilte die Behörde am 9. September in Berlin mit.

Ursache der Infektionen waren demnach Pasten der Marke "Les Délices de Marie Claire" des regionalen Herstellers "La Ruche" in der Region Vaucluse in Südfrankreich und in der Region Somme in Nordfrankreich. Diese Produkte würden auch unter den Namen "Terre de Mistral" und "Les secrets d'Anaïs" vertrieben.

Auch in anderen Produkten desselben Herstellers sei der entsprechende Keim oder Botulinumtoxin nachgewiesen worden. Die französischen Behörden hätten eine Rückrufaktion aller Produkte sämtlicher Chargen und Mindesthaltbarkeitsdaten gestartet.

Vor dem Verzehr von Produkten des Unternehmens "La Ruche", 84300 Cavaillon, insbesondere der Marken "Les Délices de Marie Claire", "Terre de Mistral" und "Les secrets d'Anaïs", wird ausdrücklich gewarnt. Wer die Lebensmittel noch hat, sollte sie in den Müll werfen.

Botulismus kann zu Lähmungen führen. Symptome treten in der Regel 12 bis 36 Stunden nach Verzehr auf. Typisch sind Übelkeit, Erbrechen und Durchfälle sowie Sehstörungen, Mundtrockenheit, Sprech- und Schluckstörungen.

Hinweise des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) zu Botulismus

Informationen des Robert Koch-Instituts (RKI) zu Botulismus

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »