Ärzte Zeitung, 27.02.2012

Ein einzelnes Gen steuert Augenlinse und Tastsinn

BERLIN (eb). Ein Gen steuert bei Maus und Mensch nicht nur die Entwicklung der Augenlinse, sondern auch des Tastsinns.

Neurobiologen aus Berlin schalteten in Neuronen von Mäusen das Gen c-Maf aus, woraufhin sie nur noch wenige und zudem defekte Pacini-Körperchen bildeten und keine hochfrequenten Vibrationen mehr erkannten (Science Express).

Ähnlich erkranken Mitglieder einer Schweizer Familie, in der ein mutantes c-Maf-Gen vererbt wird, jung an grauem Star und haben Mühe, etwa ein Blatt Papier zu halten.

Bisher war c-Maf nur als Regulator der Linsenentwicklung bekannt, offenbar wirkt es aber auch in Spinalganglien mit mechanosensorischen Nervenzellen.

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