Ärzte Zeitung, 07.05.2014

Studie

Kinderseele kann durch Umzüge leiden

KÖLN. Kinder, die oft umziehen müssen, leiden häufiger unter psychischen Problemen. Dieses Fazit zieht eine amerikanische Studie. Dafür werteten Forscher Krankenakten von mehr als 500.000 Kindern aus, deren Eltern Militärangehörige waren, da diese oft den Wohnort wechseln müssen.

Etwa ein Viertel der Familien musste 2008 umziehen. Die Wissenschaftler untersuchten, ob im Folgejahr psychische Probleme auftraten.

Insgesamt mussten umgezogene Heranwachsende im Vergleich zu Altersgenossen mit gleich bleibendem Wohnsitz häufiger einen Psychotherapeuten oder Psychiater aufsuchen und mussten häufiger eine psychiatrische Notfallambulanz oder eine psychiatrische Klinik in Anspruch nehmen.

Für Jugendliche im Alter zwischen zwölf und 17 Jahren war ein Umzug noch mehr mit psychischen Problemen assoziiert als für Sechs- bis Elfjährige. 0,9 Prozent der älteren Kinder mussten deshalb stationär behandelt werden (0,2 Prozent der jüngeren Kinder).

Betroffene Kinder und Jugendliche zeigten nach einem Ortswechsel Anpassungsstörungen, ADHS oder Verhaltensprobleme, Alkoholprobleme, Substanzmittelmissbrauch oder legten selbstverletzendes Verhalten an den Tag. (ras)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBVdrücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »

"Weiterbildung auch mit Kind zügig möglich - im Verbund!"

Eine strukturierte Weiterbildung, die auch mit Elternzeit nur sechs Jahre dauert? Das ist möglich, sagt Dr. Sandra Tschürtz. Die angehende Allgemeinmedizinerin steht vor ihrer Facharztprüfung – und blickt für die "Ärzte Zeitung" auf ihre Zeit in einem Weiterbildungsverbund zurück. mehr »