Ärzte Zeitung, 28.06.2004

Mit dem Urlaub kommt für viele Männer die Depression

Belgische Liga gegen Depression / Job als Lebensinhalt

BRÜSSEL (dpa). Die Urlaubszeit stürzt zunehmend Männer in tiefe Depressionen.

Das hat die Belgische Liga gegen Depression festgestellt, bei der mittlerweile die Hälfte aller Hilfesuchenden männlichen Geschlechts sind - nach etwa zehn Prozent vor einigen Jahren.

"Das Gros der Anrufe von Männern erreicht uns in der Ferienzeit", sagte Muriel Vanderveken von der Depressionsliga der Brüsseler Zeitung "De Morgen" vom Samstag. "Die Arbeit ist für viele Männer den Daseinsgrund und die Basis ihres Selbstbewußtseins", führte Vanderveken aus.

"Sobald sie in den Urlaub gehen und nichts vorbereitet haben, wissen sie nicht mehr, was sie tun sollen und fühlen sich nutzlos. Plötzlich haben sie zu viel Ruhe: Die Sportclubs schließen, und die Kollegen, mit denen man ein Gläschen trinken kann, sind nicht da. Frauen haben das Problem viel seltener." Betroffen seien vor allem männliche Führungskräfte und Männer mit intellektuell anspruchsvollen Jobs.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »