Ärzte Zeitung online, 16.09.2009

Verbesserte Depressionsbehandlung in der Hausarztpraxis

FRANKFURT/MAIN (eb). Die erste und wichtigste Anlaufstelle für Menschen mit Depressionen ist oft die Hausarztpraxis. Wissenschaftler der Institute für Allgemeinmedizin in Frankfurt am Main und Jena berichten in der Fachzeitschrift "Annals of Internal Medicine" erstmals über die positiven Effekte eines nachhaltigen Behandlungsansatzes für die Hausarztpraxis.

In der randomisiert-kontrollierten Interventionsstudie (PRimary care Monitoring for depressive Patients Trial - POoMPT) kontaktierten Medizinische Fachangestellte der Hausarztpraxis Patienten mit Depression regelmäßig mit Hilfe spezieller Monitoring-Listen, klärten die aktuelle Situation ab und berichteten unmittelbar an den behandelnden Hausarzt (Annals of Internal Medicine 151:6, 2009, 369).

"Das Praxisteam reagiert damit prompt auf Verschlechterungen und motiviert gleichzeitig die Patienten zur aktiven Selbstsorge", so der Studienleiter Professor Jochen Gensichen. Insgesamt hatten 626 Patientinnen und Patienten aus 74 Hausarztpraxen an der Studie teilgenommen.

Zum Abstract der Originalarbeit "Case Management for Depression by Health Care Assistants in Small Primary Care Practices"

Homepage der PRoMPT-Studie mit weiteren Informationen: http://www.PRoMPT-projekt.de

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Wie der Hausarzt depressive Patienten erkennt

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