Ärzte Zeitung online, 07.09.2010
Eltern haben ein hohes Risiko für Depressionen im ersten Jahr nach Geburt
NEU-ISENBURG (eis). Etwa jede dritte Mutter und jeder fünfte Vater in Großbritannien haben in den ersten zwölf Lebensjahren eines Kindes mindestens eine Episode von Depressionen. Am häufigsten sind die psychischen Störungen im ersten Jahr nach der Geburt, hat jetzt eine Studie ergeben.

Im ersten Jahr eines Babys ist die Depressions-Rate der Eltern am höchsten, haben Forscher aus Großbritannien herausgefunden.
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Die Forscher vom Medical Research Council in London haben die Krankenakten von fast 87 000 Familien aus dem Vereinigten Königreich anhand von diagnostischen Codes und Medikamentenverschreibungen auf Zeichen von Depressionen untersucht (Arch Pediatr Adolesc Med online). Ergebnis: Pro 100 Mütter fanden sich im Mittel 7,5 DepressionsEpisoden pro Jahr und pro 100 Väter 2,7 Episoden. Am höchsten waren die Depressions-Raten im ersten Lebensjahr des Kindes mit 13,9 Episoden pro 100 Mütter und 3,6 Episoden pro 100 Väter.
Die hohe Rate an Depressionen bei Eltern im ersten Jahr nach der Geburt eines Kindes ist für die Forscher nicht überraschend. Sie wird bedingt durch den hohen Stress bei der Geburt, den Schlafmangel, die hohen Anforderungen und die ungewohnte Verantwortung für das Kind sowie die möglichen Störungen in der Partnerschaft. Besonders anfällig für Depressionen waren dabei Eltern, die bereits vor der Geburt unter Depressionen gelitten hatten sowie junge Eltern (unter 25 Jahre) und Eltern aus schwierigen sozialen oder ökonomischen Verhältnissen.

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