Ärzte Zeitung online, 18.10.2011

Psychische Probleme: Fußball-Profi Fenin nimmt "Auszeit"

COTTBUS (dpa). Fußball-Profi Martin Fenin vom Zweitligisten FC Energie Cottbus wird sich wegen psychischer Probleme in ärztliche Behandlung begeben.

Psychische Probleme: Fußball-Profi Fenin nimmt "Auszeit"

Stürmer Martin Fenin spielt seit September für Energie Cottbus. Vorher war er für Eintracht Frankfurt in der Bundesliga am Ball.

© Thomas Eisenhuth / dpa

Der 24-Jährige gab am 18. Oktober in einer Vereinsmitteilung bekannt: "Ich bin endlich zu der Erkenntnis gekommen, dass ich mein Krankheitsbild nicht mehr allein in den Griff bekomme."

Der Stürmer, der in der Vorwoche mit einer Hirnblutung ins Krankenhaus gebracht worden war, leide seit Monaten an einem "Gefühl der Resignation" und "Einsamkeit mit Depressionsschüben".

"Die vorübergehende Flucht in Medikamente und Suchtmittel verschlimmerten diesen Zustand und gipfelte nun in der alarmierenden Diagnose", meinte Fenin weiter.

Spieler hat um Auszeit gebeten

Der Tscheche habe nach Gesprächen mit Ärzten, Eltern und Beratern um eine "Auszeit" gebeten, teilte Cottbus mit. Diesem Wunsch werden die Lausitzer nachkommen.

"Es spricht für seinen Mut, mit dieser Selbstreflexion so offen umzugehen", sagte Trainer Claus Dieter Wollitz. "Martin hatte Glück im Unglück, das sollte ihm Mut machen für die bevorstehenden Wochen und Monate. Die werden hart für ihn."

Fenin war erst im August von Eintracht Frankfurt nach Cottbus gewechselt und bestritt für Energie seither sechs Spiele.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »