Ärzte Zeitung, 29.08.2012

Bipolar

Frühe Zeichen ADHS und Kreativität

Wie lassen sich bipolare Störungen frühzeitig erkennen? Deutsche Forscher haben jetzt neue Risikofaktoren ermittelt.

DRESDEN (ars). In prospektiven Studien wurde nach frühen Symptomen gesucht, die dem Vollbild einer bipolaren Störung vorangeht.

Als Risikofaktoren wurden ermittelt: Familienanamnese, Persönlichkeitsmerkmale/Temperament, frühes Trauma, besondere Kreativität, ADHS/Verhaltensauffälligkeiten wie oppositionelles Verhalten, Angst/Ängstlichkeit, Störungen von Schlaf oder zirkadianer Rhythmik, Stimmungsschwankungen, Substanzgebrauch, Beeinträchtigung des Funktionsvermögens sowie unterschwellige oder manifeste manische, depressive oder psychotische Symptome.

Studienteilnehmer waren gesunde Jugendliche und junge Erwachsene mit oder ohne (bekannte) Risikofaktoren wie Familienanamnese, ADHS, depressive oder manische Episoden in der Anamnese, berichten Professor Andrea Pfennig von der Uniklinik Dresden und Kollegen (Der Nervenarzt 2012/7: 897-902).

So ergab die prospektive Untersuchung von Familien mit bipolar erkranktem Elternteil, dass bei den Kindern oft unspezifische Ängstlichkeit, Angst- oder Schlafstörungen deren Bipolarkrankheit vorausgingen.

Etwa zehn Prozent der Patienten mit Bipolarstörung sind familiär belastet. Auf Basis solcher Studien wurden Krankheitsmodelle erarbeitet, auch ließ sich die Früherkennung verbessern.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Sind Computer bald die besseren Therapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »

Kollege Computer, übernehmen Sie!

Eine computer-basierte Verhaltenstherapie kann Insomnie-Patienten den Schlaf zurückgeben. Der Erfolg ist ähnlich gut wie durch menschliche Therapeuten, bescheinigt ein kalifornischer Professor. mehr »

Kein frisches Geld in Sicht

Die umfassende Studien-reform soll zunächst ohne zusätzliches Geld auskommen. Darauf haben sich Bund und Länder geeinigt, wie aus dem vertraulichen Papier hervorgeht. mehr »