Ärzte Zeitung online, 27.01.2015

DAK meldet

Rekord-Krankenstand bei psychischen Erkrankungen

Die Zahl der Fehltage aufgrund psychischer Erkrankungen hat 2014 einen Höchststand erreicht.

HAMBURG. Einer Erhebung der DAK zufolge entfielen im vergangenen Jahr knapp 17 Prozent aller Ausfalltage auf Depressionen, Angststörungen und andere psychische Leiden.

Das ist ein Plus von knapp 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, teilte die drittgrößte Krankenkasse Deutschlands am Dienstag mit.

Ursache Nummer 1 waren aber mit 23 Prozent der Ausfalltage Muskel- Skelett-Erkrankungen wie zum Beispiel Rückenschmerzen.

Hinter den psychischen Erkrankungen waren Erkrankungen des Atmungssystems (14 Prozent) drittgrößte Ursache.

Unter dem Strich sank der allgemeine Krankenstand um 0,1 Prozentpunkte auf eine Quote von 3,9 Prozent.

Für die Analyse wurden die Daten von 2,7 Millionen erwerbstätigen Versicherten ausgewertet.

Demnach belasten besonders Depressionen die Beschäftigten. Auf 100 DAK-Versicherte kamen 112 Ausfalltage mit dieser Ursache.

In den letzten zehn Jahren habe sich die Zahl der Fehltage hier mehr als verdoppelt, hieß es. 2014 meldeten sich 48 Prozent der Erwerbstätigen krank (2013: 51 Prozent).

Die Branchen mit dem höchsten Krankenstand waren das Gesundheitswesen, die öffentliche Verwaltung sowie Verkehr, Lagerei und Kurierdienste mit jeweils 4,5 Prozent. (dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Hohes Sterberisiko bei Ausbruch in der Adoleszenz

Wenn sich Typ-1-Diabetes in einem besonders vulnerablen Alter manifestiert, brauchen Betroffene viel Aufmerksamkeit. Sie haben ein hohes Risiko, an Komplikationen zu sterben. mehr »

100 Prozent Zustimmung

Die KBV-Vertreterversammlung präsentiert sich in neuer Einigkeit und richtet die Speere – wieder – nach außen. Klare Kante gegenüber dem Gesetzgeber und den Krankenhäusern. "Wir sind auf Kurs", meldete KBV-Chef Gassen. mehr »

Herz-Kreislauf-Risiko von Anfang an im Blick behalten!

Bei RA-Patienten sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen die wichtigste Todesursache. Die aktuellen Therapiealgorithmen zielen nicht zuletzt darauf ab, die Steroidexposition zu begrenzen. mehr »