Ärzte Zeitung, 25.02.2009

Bei Status epilepticus mit Fieber sofort behandeln!

Ein Status epilepticus bei Kindern mit Fieber sollte keinesfalls mit einem harmlosen Fieberkrampf verwechselt werden. Vielmehr sollten Ärzte möglichst rasch gegen den Anfall vorgehen, so Professor Bernhard Steinhoff vom Epilepsiezentrum Kehl-Kork.

Denn ein febriler Status epilepticus ist ein Risikofaktor für eine mesial temporale Sklerose und damit auch für eine fokale Epilepsie. In einer Studie mit elf Kindern mit Status epilepticus und Fieber ergab sich nach 72 Stunden im MRT bei sieben ein auffälliger Befund, fünf Kinder zeigten im späteren MRT eine mesial temporale Sklerose, vier entwickelten eine fokale Epilepsie.

Lesen Sie dazu auch:
Antikörper läuten Wandel in der MS-Therapie ein
Auf die richtige Interferon-Dosis kommt es an
Alzheimer lässt sich immer früher erkennen
Gentests decken Ursachen von Schlaganfall auf
Musik beschleunigt Rehabilitation nach Apoplexie

Kongress-News:
Blindsight - "Sehen" ohne visuellen Kortex
Aquaporin als Marker für Therapieverlauf bei NMO
Meningitis duldet keinen Aufschub der Antibiose

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Luftschadstoffe beeinträchtigen viele Organsysteme

Die Lunge gilt zwar als Eintrittspforte für Schadstoffe aus der Luft, kurz- und langfristige Gesundheitsschäden scheinen jedoch vor allem im Herzkreislaufsystem aufzutreten. mehr »

Kompromiss im Tauschhandel?

18:31 Kaum verkündet, war der Kompromiss zur Pflegeausbildung auch schon wieder vom Tisch. Doch jetzt soll der Koalitionsausschuss eine Einigung bringen. Offenbar bahnt sich ein Handel zwischen CDU und SPD an. mehr »

Für die Union ist Substitution von Ärzten kein Tabu

Nichtärztliche Gesundheitsberufe sollen stärker in die Versorgung eingebunden werden, fordert die Union. Ärztepräsident Montgomery benennt die Fallstricke für solche Pläne. mehr »