Ärzte Zeitung, 19.10.2009

Op bei Epilepsie wird oft viel zu spät erwogen

NÜRNBERG (erf). Patienten mit fokaler Epilepsie nützt ein hirnchirurgischer Eingriff oft mehr als die Durchprobung vieler Antikonvulsiva.

Darauf hat Professor Holger Lerche aus Ulm beim Neurologenkongress in Nürnberg hingewiesen. Sprechen Patienten mit fokaler Epilepsie auf eine Therapie mit zwei verschiedenen Antikonvulsiva nicht an, sollte eine Operation erwogen werden. Voraussetzung für eine Op: Die Anfälle gehen von einer Hirnregion aus, die entfernt werden kann, ohne dass ein gravierendes Defizit zu erwarten wäre. Dann liegen die Chancen für eine Anfallsfreiheit durch den Eingriff zwischen 50 und 80 Prozent; mit weiteren Arzneien nach zwei erfolglosen Therapieversuchen dagegen nur bei zehn Prozent, so Lerche auf einer Veranstaltung von GlaxoSmithKline.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »