Ärzte Zeitung, 16.12.2014

Epilepsie

Neue Hoffnung bei Medikamentenresistenz

BONN. Forscher haben die Substanz Eslicarbazepinacetat genauer untersucht: Im Tiermodell sowie in Hirngewebe von Epilepsiepatienten wirkt es auch, wenn Resistenzen gegen gängige Medikamente wie Carbamazepin bestehen, teilt die Uniklinik Bonn mit. Außerdem verhindere der Wirkstoff die Chronifizierung der Anfallsleiden (Brain 2014; online 3. Dezember).

Die Forscher gaben Mäusen und Ratten nach einem ersten großen epileptischen Anfall für einige Wochen Eslicarbazepinacetat. "Im Gegensatz zu unbehandelten Tieren zeigte sich, dass sich durch die frühe Behandlung in der Folge die Anfallsschwere und -häufigkeit dauerhaft reduzierte", wird Professor Beck von der Bonner Uniklinik für Epileptologie zitiert.

Der Vorteil von Eslicarbazepinacetat ist, dass es klinische Studien durchlaufen hat und bereits auf dem Markt als ergänzendes Medikament gegen Epilepsie verfügbar ist (eb).

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »