Ärzte Zeitung online, 12.08.2008

Uni Münster bietet Studie für Patientinnen mit Magersucht

MÜNSTER (eb). Patientinnen mit Magersucht können ab sofort in der Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie des Universitätsklinikums Münster (UKM) an einer Untersuchung zur Wirksamkeit ambulanter Psychotherapie bei Anorexia nervosa teilnehmen. Die Uni Münster gehört zu mehreren Universitäten bundesweit, die der Studie teilnehmen.

Bei der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziell geförderte Untersuchung bundesweiten Studie handelt es sich um die bislang weltweit größte Studie dieser Art, wie die Uni Münster mitteilt.

Zwei psychotherapeutische Standard-Behandlungen - psychodynamisch und verhaltenstherapeutisch - wurden nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen speziell für Patientinnen mit Anorexia nervosa weiterentwickelt. Die Wirksamkeit der Behandlungen soll mit der bisher üblichen Standardbehandlung verglichen werden.

Die Patientinnen erhalten bei einer Zuweisung zu den spezifischen Verfahren 40 Stunden ambulante Einzeltherapie in einem Zeitraum von zehn Monaten. Für drei zusätzliche diagnostische Termine erhalten die Teilnehmerinnen zudem eine Aufwandsentschädigung.

Pro Jahr erkranken rund 75 000 Menschen in Deutschland an Magersucht - zumeist Frauen im Alter zwischen 14 und 25 Jahren.

Die Studienteilnahme ist kostenlos. Teilnehmen können magersüchtige Frauen ab 18 Jahren. Benötigt wird vorab die Diagnostik in der Ambulanz der Klinik (Terminvergabe unter Tel. 02 51 / 83 - 5 29 05). Hierzu ist lediglich eine Überweisung vom Hausarzt notwendig. Für weitergehende Fragen steht der Koordinator der Studie, Oberarzt Dr. Markus Burgmer (02 51 / 83 - 5 29 05) zur Verfügung.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »