Ärzte Zeitung, 08.04.2004

Ein besonderes Projekt mit Parkinson-Kranken

Mehr als 40 Einrichtungen proben integrierte Versorgung / Jährliche Beurteilung

Bundesweit haben 39 neurologische Praxen sowie drei Spezialambulanzen an Kliniken das QUANUP-Projekt als ersten Schritt zur integrierten Versorgung von Parkinson-Patienten gestartet.

Seit Anfang 2004 nutzen die teilnehmenden Praxen des QUANUP-Projekts eine einheitliche elektronische Dokumentation, die sich an den Leitlinien orientiert. Das Akronym steht für "Verband für Qualitätsentwicklung in der Neurologie und Psychiatrie".

Patienten sollen jährlich anhand einer speziellen Skala, mit der die Progression der Erkrankung erfaßt wird, beurteilt werden. Die Teilnahme ist freiwillig. Vorgesehen sind regelmäßige Quartalsuntersuchungen, bei denen die differentialdiagnostischen Kriterien überprüft werden und die Therapie bewertet wird.

Neu in der ambulanten Versorgung von Patienten mit Parkinson ist, daß erstmals Qualitätsindikatoren für die neurologische Behandlung definiert wurden, die auch ein Benchmarking der beteiligten Praxen ermöglichen, sagt der niedergelassene Neurologe Dr. Alexander Simonow aus Herborn.

Die Beurteilung der Therapieergebnisse werde künftig nicht mehr allein dem subjektiven Urteil eines Therapeuten überlassen. Vielmehr werde auch die Einschätzung des Patienten zu seiner Lebensqualität mit einem parkinsonspezifischen und einem allgemeinen Fragebogen berücksichtigt. Zudem soll die Früherkennung bei Hausärzten verbessert werden. (eb)

Lesen Sie dazu auch:
Verstärkte Anstrengung für eine bessere Versorgung bei Parkinson

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So schädlich fürs Herz wie Cholesterin

Depressionen steigern bei Männern das Risiko fürs Herz ähnlich stark wie hohe Cholesterinwerte oder Fettleibigkeit. Das ergab eine aktuelle Analyse der KORA-Studie. mehr »

Den Berg im eigenen Tempo erklimmen

Medizinstudentin Solveig Mosthaf fühlt sich im Studium manchmal, als würde sie einen steilen Berg hinauf kraxeln. Sie wünscht sich mehr Planungsfreiheit – und die Möglichkeit, eigene Wege zu gehen. mehr »

Positive HPV-Serologie bringt bessere Prognose

Bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumor ist eine positive HPV-16-Serologie mit einem verbesserten Überleben assoziiert. Das bestätigt jetzt eine US-Studie. Demnach liegt die Wahrscheinlichkeit für ein Fünf-Jahres-Überleben sogar 67 Prozent höher. mehr »