Ärzte Zeitung, 02.02.2005

BUCHTIP

Gymnastik und Sport für Patienten mit M. Parkinson

Viel Bewegung, Gymnastik und Sport kann Morbus Parkinson nicht aufhalten, allerdings lassen sich durch ein geeignetes Training die motorischen Fähigkeiten der Patienten beträchtlich verbessern. Damit steigt auch die Lebensqualität der Betroffenen.

Welche Gymnastik-Übungen für Parkinsonkranke geeignet sind, bei welchen motorischen Problemen diese Übungen angewandt werden sollten und von welchen Sportarten Erkrankte am meisten profitieren, darüber berichten die Autoren des Buches "Parkinson und Sport".

Im ersten Teil des Buches wird der Leser zunächst mit allgemeinen Grundlagen der Erkrankung vertraut gemacht. Ein Schwerpunkt bilden die Auswirkungen der Krankheit auf Bewegungs- und Leistungsfähigkeit. So verschlechtert sich bei Parkinson-Kranken nicht nur die motorische Koordination, auch körperliche Ausdauer, Kraft und Schnelligkeit lassen stärker nach als bei gleichaltrigen gesunden Menschen.

Ursachen sind etwa eine Beeinträchtigung der Atem- und Atemhilfsmuskulatur durch den Rigor: So kann etwa das Zwerchfell beim Einatmen nicht mehr richtig entspannen und beim Ausatmen nicht richtig kontrahieren. Hinzu kommt ein unökonomischer Bewegungsablauf und eine Einschränkung des Bewegungsumfangs der Lungen, sollte die Wirbelsäule bereits schwer deformiert sein.

Im zweiten Teil des Buches erläutern die Autoren, wie sich die Beschwerden durch Sport und Bewegung lindern lassen. So werden Übungen gegen Tremor, Akinese, Rigor und posturale Instabilität vorgestellt. Auch Übungen und Maßnahmen, um das Sturzrisiko zu minder, werden erörtert. Die Übungen werden anhand von vielen Grafiken und Fotos dargestellt. Ein ausführliches Glossar und eine Anhang mit Parkinson-Skalen ergänzen das Buch. (mut)

Michael Scharf, Jürgen Weineck: Parkinson und Sport. Prävention und Rehabilitation auf der Grundlage von Sportmedizin und Sportwissenschaft. Spitta Verlag, Balingen 2004, 1. Auflage, 272 Seiten, ISBN 3-934211-85-2. Preis: 35,80 Euro.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »