Ärzte Zeitung, 25.02.2005

Sport schützt möglicherweise vor Parkinson

BOSTON (mut). Männer, die viel Sport treiben, erkranken seltener an Parkinson als Bewegungsmuffel. Das haben jetzt US-Forscher aus Boston anhand von Daten der "Nurses‘ Health Study" und der "Health Professionals Study" herausgefunden. Frauen profitieren von Sport dagegen nur wenig.

In den beiden Studien wurden 48 000 gesunde Männer und 77 000 Frauen zwischen den Jahren 1986 und 2000 beobachtet. Von den 20 Prozent der Männer, die am wenigsten Sport trieben, erkrankten im Beobachtungszeitraum 46 Männer pro 120 000 Personenjahre an Parkinson.

Bei den 20 Prozent, die am meisten Sport trieben, waren es 36 pro 127 000 Personenjahre. Insgesamt war die Parkinsonrate bei diesen Männern nur etwa halb so hoch wie in der ersten Gruppe. Bei Frauen, die viel Sport trieben, war die Parkinson-Rate ebenfalls verringert, jedoch war der Unterschied statistisch nicht signifikant (Neurology 64, 2005,664).

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

QuaMaDi wird fortgesetzt

Aufatmen im Norden: KV und Kassen haben sich auf den Fortbestand des Brustkrebsfrüherkennungsprogramm QuaMaDi geeinigt. mehr »

Antibiotika gegen Rückenschmerzen

Verursachen Bakterien heftige Bandscheiben-Beschwerden? Für Forschungen zur Behandlung von Rückenschmerzen mit Antibiotika wurde jetzt der Deutschen Schmerzpreis verliehen. mehr »

Ethikrat sucht nach dem goldenen Mittelweg

Wann ist eine medizinische Zwangsbehandlung fürsorglicher Schutz, wann ein unangemessener Eingriff? Diesen Fragen widmet sich aktuell der Deutsche Ethikrat. mehr »