Ärzte Zeitung, 24.08.2005

Bei L-Dopa kann Umstellung auf Retardform lohnen

FRANKFURT AM MAIN (ikr). Es lohnt sich, Patienten mit Morbus Parkinson, die unter einer Therapie mit L-Dopa plus einem Decarboxylasehemmer motorische Fluktuationen haben, auf ein L-Dopa-Retardpräparat umzustellen. Das bestätigt eine Anwendungsbeobachtung mit 294 Patienten.

Die Parkinson-Kranken wurden für acht Wochen auf ein retardiertes L-Dopa-Präparat (NACOM® Retard von Bristol-Myers Squibb) umgestellt. Die Ergebnisse sind beim 4. Deutschen Parkinson-Kongreß in Frankfurt am Main vorgestellt worden.

Demnach hatten sich die Kardinalsymptome Akinese, Rigor und Tremor sowie die motorischen Fluktuationen und Dyskinesien nach der Umstellung der Medikation signifikant reduziert.

Außerdem beurteilten die Patienten ihre Schlafqualität nach dem Parkinson‘s Disease Sleep Scale signifikant besser. Nur drei Patienten hatten unerwünschte Wirkungen wie Übelkeit und Erbrechen, die aber offenbar nicht mit der Therapie assoziiert waren.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »