Ärzte Zeitung, 10.01.2007

Epilepsie-Mittel lindert Symptome bei M. Parkinson

TOKYO (mut). Das Antikonvulsivum Zonisamid eignet sich offenbar auch gut zur Parkinson-Therapie. Das berichten japanische Forscher in der Zeitschrift "Neurology" (68, 2007, 45).

Die Wissenschaftler aus St. Paul hatten das Medikament in einer Studie bei 279 Parkinson-Patienten geprüft, bei denen sich die Krankheitssymptome mit L-Dopa nicht mehr ausreichend lindern ließen. Die Patienten erhielten zusätzlich zur bisherigen Therapie täglich 25, 50 oder 100 mg Zonisamid oder Placebo. Gemessen auf einer Parkinson-Symptom-Skala gingen die Krankheitssymptome deutlich zurück.

Das beste Ergebnis gab es mit der 50-mg-Dosis. Dabei reduzierte sich der Punktwert auf der Skala um 40 Prozent. Die Ärzte beobachteten, dass sowohl der Tremor als auch Dyskinesien zurückgingen. Zudem reduzierten sich Phasen schlechter Beweglichkeit. Zonisamid ist in Deutschland zur Epilepsie-Therapie als Zonegran® erhältlich.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »