Ärzte Zeitung, 14.03.2007

KURZ NOTIERT

Eine Demenz entwickeln etwa 30 bis 40 Prozent aller Parkinson-Kranken, so Professor Irene Daum von der Uni Bonn. Im Gegensatz zu Alzheimerkranken komme es bei der Parkinson-Demenz aber primär zu Störungen der Exekutivfunktion: Es fällt den Patienten zunehmend schwer, für Alltagsprobleme Lösungsstrategien zu entwickeln und zielgerichtet zu handeln. Gedächtnisstörungen stünden dagegen erst an zweiter Stelle.

Depressionen sind die häufigsten psychischen Störungen bei M. Parkinson. Etwa 40 bis 70 Prozent der Parkinsonkranken sind davon betroffen, hat Professor Gerd Laux aus Wasserburg am Inn berichtet. Er plädierte für ein gezieltes Depressions-Screening bei Parkinson-Kranken, etwa mithilfe der Hamilton-Depressionsskala, des Beck-Depression-Inventory oder der Montgomery-Asberg-Depressionsskala.

Lokale Entzündungsprozesse sind offenbar auch bei der Parkinson-Pathogenese von Bedeutung. Darauf hat Professor Peter Riederer aus Würzburg hingewiesen. Im Gegensatz zu MS werden sie jedoch nicht vom Immunsystem ausgelöst.

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