Ärzte Zeitung, 12.04.2006

Interferon beta-1b bei MS: Erfolge in 16-Jahres-Studie

SAN DIEGO (eb). Bei Patienten, die mit Betaferon® (Interferon beta-1b) wegen einer schubförmigen Multiplen Sklerose (MS) behandelt wurden, kam es zu einer anhaltenden Reduktion der jährlichen Schubrate von bis zu 40 Prozent im Verlauf von 16 Jahren.

Das ergab eine Nachbeobachtung über 16 Jahre (16-Year-LFT Studie). Bei dieser Studie handelt es sich um die bisher längste Nachbeobachtungsstudie, die es je für eine moderne MS-Therapie gegeben hat. Das teilt Schering mit.

Die Daten ergeben außerdem, daß bei der Langzeittherapie mit Interferon beta-1b die Krankheit langsamer fortschritt als ohne eine solche Langzeittherapie.

Die Langzeit-Behandlung wurde definiert als Anwendung von Interferon beta-1b über mehr als 80 Prozent der Zeit seit Beginn der Zulassungsstudie, also zwölf Jahre oder länger (Kurzzeit-Behandlung: Anwendung über weniger als zehn Prozent der Zeit; etwa 1,6 Jahre oder kürzer).

Während der Langzeit-Beobachtung gab es keine neuen oder unerwarteten unerwünschten Effekte. Die Therapie wurde gut vertragen.

Topics
Schlagworte
Multiple Sklerose (701)
Organisationen
Schering (242)
Krankheiten
Multiple Sklerose (1075)
Wirkstoffe
Interferon beta-1b (48)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »