Ärzte Zeitung online, 26.09.2008

Forscher finden neuen Therapie-Ansatz gegen Autoimmunkrankheiten

ERLANGEN (dpa). Forscher der Universität Erlangen-Nürnberg haben nach Angaben der Hochschule ein Enzym entdeckt, mit dessen Hilfe sich Autoimmunreaktionen im menschlichen Körper unterdrücken lassen. Die Studie Hoffnungen auf neue Möglichkeiten bei der Bekämpfung von Erkrankungen wie Multipler Sklerose oder Arthritis, teilte die Universität am Freitag mit.

Die Forscher der Arbeitsgruppe um Professor Falk Nimmerjahn hätten einen Erfolg versprechenden Therapieansatz gefunden, der eine Fehlsteuerung des Immunsystems und damit die schädigende Wirkung der Antikörper blockiere, die zu chronischen Erkrankungen führen kann. Sie hätten ein bakterielles Enzym identifiziert, das die Zuckerseitenkette des Antikörpers entfernt.

Das Zuckermolekül ist Bestandteil jedes Antikörpers. Fehle die Zuckerseitenkette, könne der Antikörper nicht funktionieren und verliere seine entzündliche Wirkung. Bisher sei es der Wissenschaft noch nicht möglich gewesen, diese Schwachstelle der Antikörper gezielt anzugreifen. Im Tiermodell sei es den Wissenschaftlern nun gelungen, eine Reihe von Autoimmunerkrankungen erfolgreich zu unterdrücken.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Adiopositas-Op nötig, aber Kasse will nicht zahlen

Wenn der Antrag eines Adipositas-Patienten auf eine bariatrische Operation abgelehnt wird, bringt das Ärzte in eine schwierige Situation. Denn oft verschlechtert sich der Zustand des Betroffenen. mehr »

9 wichtige Forderungen, Analysen, Informationen

Fleißige Delegierte: In Freiburg wurde wieder eine große Palette an Themen abgearbeitet. mehr »

Immer mehr Nichtraucher erkranken an Lungenkrebs

In US-Kliniken tauchen immer häufiger Nichtraucher mit Lungenkrebs auf, vor allem Frauen sind betroffen. Das könnte am Passivrauchen liegen. mehr »