Ärzte Zeitung, 08.01.2014

Multiple Sklerose

Besondere Vorsicht vor Stürzen!

KOPENHAGEN. Für MS-Patienten werden Stürze im Krankheitsverlauf mehr und mehr zum Problem, sei es physisch durch Verletzungen wie Frakturen, sei es psychisch durch Angst und Rückzug.

Das Sturzrisiko steigt bei MS-Kranken nicht linear mit ansteigenden Werten auf der EDSS-Skala (Expanded Disability Status Scale) an.

Das zeigt eine gepoolte Analyse von fünf Studien, aus Australien (n = 210), Großbritannien (n = 148), Schweden (zwei Stichproben, insgesamt n = 125) und den USA (n = 54)die beim ECTRIMS-Kongress vorgestellt wurde. 300 (56 %) der 537 Patienten berichteten über 3 Monate hinweg von insgesamt 1721 Stürzen. In der Gruppe der Gestürzten erlebten die Betroffenen im Mittel 1,7 Stürze pro Monat.

Es zeigten sich signifikante Assoziationen der Sturzneigung mit dem MS-Subtyp, der Notwendigkeit einer Gehhilfe und der Zahl der verordneten Medikamente.

Das Sturzrisiko bei progressiver MS war etwa doppelt so hoch wie das von Patienten mit schubförmig remittierende MS (Odds Ratio 2,02).

Bezogen auf den EDSS war die Sturzgefahr am größten an den Transitionspunkten der Mobilität bei einem EDSS von 4 bzw. 6. Und mit jedem verordneten Medikament mehr stieg das Sturzrisiko um 10 %. (fn)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Sterberate sinkt

Seit 1988 wurden in der EU Millionen Todesfälle vermieden, weil Krebs verhindert oder früh erkannt und geheilt werden konnte. Obwohl die Sterberate insgesamt sinkt, sind Forscher vor allem bei Frauen alarmiert. mehr »

Gericht verwehrt Witwe das Sperma ihres Mannes

Ein Paar wünscht sich sehnlichst ein Kind. Weil es nicht klappt, setzt es auf künstliche Befruchtung. Doch dann stirbt der Ehemann nach einer Herztransplantation. Hat seine Witwe nach seinem Tod Anspruch auf sein Sperma? mehr »

Warum Hauptmann nicht gegen Gassen antritt

12.53 hDer saarländische KV-Chef Dr. Gunter Hauptmann wird nicht für den KBV-Vorsitz kandidieren. Der Grund: Ein Neuanfang sei nicht realistisch. mehr »