Ärzte Zeitung, 07.02.2005

Gendefekt bei Schizophrenie entdeckt

ESSEN (ddp). Mit einem Gentest könnte künftig bei Menschen ein Risiko für Schizophrenie festgestellt werden.

Australische Forscher der Queensland University of Technology in Brisbane haben ein Gen entdeckt, das mit der Entwicklung der Krankheit in Zusammenhang gebracht wird, teilt der Australisch-Neuseeländische Hochschulverbund mit. Dabei handelt es sich um ein spezielles Dopamin-Rezeptor-Gen, dessen Vorhandensein die Bildung einer übergroßen Zahl von sogenannten D2-Dopamin-Rezeptoren bedingt.

Dieser Befund könnte die Grundlage für einen Gentest sein. Würde dadurch ein besonders hohes Schizophrenie-Risiko erkannt, so ließe sich bei Betroffenen durch psychologische Betreuung dem Krankheitsausbruch möglicherweise vorbeugen. Potenziell schädigende Umwelteinflüsse müßten zudem vermieden werden, etwa Streß oder auch Drogenmißbrauch.

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