Ärzte Zeitung, 06.05.2008

Häufigste Störung im Klimakterium: schlechter Schlaf

TUCSON (ars). Schlechter Schlaf ist einer Studie aus Arizona zufolge bei Frauen zu Beginn der Menopause nicht nur die häufigste, sondern auch die schwerwiegendste Gesundheitsstörung.

In vorangehenden Studien wurden Hitzewallungen als größtes Problem von Frauen im Klimakterium festgestellt. Im Gegensatz dazu gaben die 110 Frauen, die ein Team um Dr. Judith. A. Berg aus Tucson befragte, am häufigsten - zu 95 Prozent - Schlafstörungen an (Journal of Clinical Nursing 17, 2008, 940). Über Hitzewallungen berichteten 91 Prozent. Weitere verbreitete Symptome waren Vergesslichkeit (92 Prozent), Reizbarkeit (87 Prozent), Stimmungsschwankungen (75 Prozent) und Depressionen (71 Prozent).

Auch als die Frauen ihre Symptome je nach Schweregrad auf einer Skala von eins bis vier bewerteten, rangierten Schlafstörungen mit 2,9 Punkten auf Platz eins. Hitzewallungen hingegen kamen mit 2,4 Punkten auf Platz fünf, noch hinter Nachtschweiß, Reizbarkeit und Vergesslichkeit. Wie die Forscher außerdem herausfanden, schwankten die meisten Beschwerden während des Klimakteriums in ihrer Häufigkeit. Nicht so die Schlafstörungen: Sie blieben die ganze Zeit über konstant.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Was schützt wirklich vor der prallen Sonne?

Auch beim Sonnenschutz setzen immer mehr Menschen auf Naturprodukte. Forscher haben die Schutzwirkung von Samen und Ölen untersucht - mit zwiegespaltenem Ergebnis. mehr »

"Abwarten und Teetrinken geht nicht mehr"

Unser London-Korrespondent Arndt Striegler beobachtet die Brexit-Verhandlungen hautnah - und ist verwundert über die May-Regierung, während die Ärzte immer mehr in Panik verfallen. mehr »

Pflege bleibt Problembereich

Der Abrechnungsbetrug im Gesundheitswesen ist 2016 drastisch zurückgegangen. Die erweiterten Kontrolloptionen der Leistungsträger müssen aber erst noch Wirkung zeigen. mehr »