Ärzte Zeitung, 09.06.2009

Schlafmittel fördern Compliance bei CPAP

Mehr als 300 Patienten mit Atemmaske untersucht

NEU-ISENBURG(ikr). Die nächtliche CPAP-Behandlung per Nasenmaske beim obstruktiven Schlafapnoesyndrom (OSAS) ist eine wirksame Therapie, aber oft hapert es mit der Compliance. Jetzt gibt es Hinweise, dass die Anwendung von Schlafmitteln zu Beginn der Behandlung die Therapietreue erhöht.

In einer Studie wurden 400 Patienten auf CPAP (continuous positive airway pressure)-Beatmung in Kombination mit einem Warmluftbefeuchter im Schlaflabor eingestellt (Chest 135, 2009, 704). Die Patienten erhielten zu Beginn der Studie bei Einschlafproblemen ein Nichtbenzodiazepin wie Zolpidem. Das waren nahezu 68 Prozent der Patienten. Vier bis sechs Wochen nach Beginn der Behandlung wurde die Compliance der Patienten überprüft.

Als gut wurde die Therapietreue bewertet, wenn die Patienten die CPAP über vier Stunden pro Nacht in über 70 Prozent der Nächte anwendeten. Das war bei fast 57 Prozent der Patienten der Fall. Eine Analyse der Daten von 316 Patienten ergab, dass die Behandlung mit Schlafmitteln zum Therapiestart signifikant mit einer guten Compliance korrelierte (77 versus 58 Prozent ohne Schlafmittel).

Für Professor Karl-Heinz Rühle aus Hagen zeigt die aktuelle Studie, dass die Compliance bei der CPAP zumindest in den ersten vier bis sechs Wochen durch die Anwendung von Schlafmitteln in der ersten Behandlungsnacht erheblich gebessert wird (Pneumo-News 3, 2009, 18). Es sei für die Compliance wichtig, dass OSAS-Patienten gerade in der Initialphase der CPAP auch subjektiv einen hohen Nutzen empfänden.

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