Ärzte Zeitung online, 12.08.2010

Bessere Schulnoten dank regelmäßiger Schlafenszeiten

SAN ANTONIO (ikr). Kinder, die gut und ausreichend schlafen, haben weniger Schulprobleme. Das Vermeiden von aufregenden Tätigkeiten wie Computerspiele kurz vor dem Zubettgehen und regelmäßige Schlafzeiten sind wichtig für einen guten Schlaf, sagen US-Forscher.

Bessere Schulnoten dank regelmäßiger Schlafenszeiten

Schlechte Noten vorprogrammiert: Müde Kinder schon vor der ersten Schulstunde. Eine gute Schlafhygiene kann Abhilfe schaffen.

© emil umdorf / imago

Kinder, die immer zur gleichen Zeit ins Bett gehen, haben bessere Noten in der Schule. Das hat eine Studie mit 8000 Kindern ergeben, die beim Kongress Sleep 2010 in San Antonio in den USA vorgestellt wurde.

Um die Schlafhygiene zu verbessern und das Gehhirn auf den Schlaf vorzubereiten, sollten aufregende, energiezehrende Aktivitäten in der letzten Stunde vor dem Zubettgehen, vermieden werden. Dazu gehören außer Sport, dem Konsum koffeinhaltiger Getränke etwa auch die Benutzung von technischen Geräten wie Computerspiele, so Dr. William Kohler vom Florida Sleep Institute.

Rituale vor dem Zubettgehen wie das Trinken von Milch, Baden, Zähneputzen oder eine beruhigende Lektüre geben dem Hirn das Signal: Jetzt ist es Zeit zu schlafen. Die Ideale Atmosphäre zum Schlafen bieten nach Angaben des Schlafforschers abgedunkelte, ruhige Räume mit Temperaturen unter 24 Grad Celsius.

Der Schlafbedarf von Kindern ist je nach Lebensalter unterschiedlich. Fünf Jahre alte Kinder benötigen in der Regel noch elf Stunden Schlaf. Neunjährige kommen hingegen schon mit zehn Stunden und 14-jährige Kinder sogar mit neun Stunden Schlaf aus, berichtete Kohler. Es kann jedoch individuelle Unterschiede geben. Wieviel Schlaf ein Kind im Einzelfall tatsächlich braucht, können Eltern daran erkennen, wie gut ihr Kind den Alltag bewältigt.

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