Ärzte Zeitung, 15.06.2004

Generelles Rauchverbot in Österreich

Wien (dpa). Die österreichische Regierung will bis zum Ende des Jahres an allen Arbeitsplätzen ein generelles Rauchverbot einführen. Außerdem soll es innerhalb von drei Jahren in 90 Prozent aller Restaurants und Cafés rauchfreie Zonen geben, so Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat in einer Mitteilung.

Nur Bars, Espresso-Bars und kleinere Cafés sollen von der Regel ausgenommen werden. Bisher wurden Rauchverbote in Österreich eher tolerant gehandhabt. Nichtraucher-Zonen gibt es nur in rund 15 Prozent aller Restaurants. Konsequenter will die Regierung auch bestehende Rauchverbote in Schulen, Universitäten, öffentlichen Gebäuden und auf Bahnhöfen umsetzen.

In Österreich rauchen nach Angaben des Ministeriums von knapp 8,2 Millionen Menschen etwa 2,3 Millionen regelmäßig, davon seien 800 000 (rund zehn Prozent der Gesamtbevölkerung) nikotinabhängig.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Hypertonie in jungen Jahren erhöht Risiko für den Nachwuchs

Das Alter, in dem sich ein Bluthochdruck manifestiert, beeinflusst nicht nur die persönliche Prognose eines Patienten, sondern wohl auch das Erkrankungsrisiko seiner Kinder. mehr »

Medienanamese künftig Bestandteil der U-Untersuchungen?

Schon bei Babys und Kleinkindern machen sich die Folgen übermäßigen Medienkonsums bemerkbar. Das geht aus der neuen BLIKK-Studie hervor. Pädiater reagieren besorgt. mehr »

Deutsche überschätzen Ebola-Gefahr und unterschätzen Masern

Im Mittelpunkt medialer Berichterstattung stehen meist große globale Bedrohungen wie Ebola und Zika. Doch Experten haben ganz andere übertragbare Erkrankungen im Visier. mehr »