Ärzte Zeitung, 27.09.2004

Chef weist den Weg zur Abstinenz

CompuGROUP-Chef absolvierte Anti-Raucher-Seminar, seine Kollegen sollen folgen

NEU-ISENBURG (Smi). Firmenchefs, die ihre Kollegen vom Rauchen abbringen wollen, sollten mit gutem Beispiel vorangehen. Das hat sich auch Frank Gotthardt, Vorstand der CompuGROUP Holding AG, gesagt, als er sich bei einem Raucher-Entwöhnungsseminar anmeldete und dieses dann mit Erfolg absolvierte.

Gotthardts persönlicher Erfolg auf dem Weg vom Kettenraucher zum Abstinenzler hat ihn jetzt dazu animiert, den Rauchern in seinem Haus eine Teilnahme an jenem Entwöhnungs-Seminar anzubieten, das auch ihm geholfen hat - mit finanzieller Unterstützung des Unternehmens!

Die 650 Mitarbeiter des Medizinsoftware-Unternehmens betreuen Firmenangaben zufolge etwa 77 000 Ärzte und Zahnärzte mit Praxismanagementsystemen und Kommunikationsdienstleistungen. Von den 350 Mitarbeitern am Standort Koblenz sind etwa ein Drittel Raucher.

Von diesen wiederum waren 60 Kollegen grundsätzlich daran interessiert, das Rauchen aufzugeben. Ende Juli folgten 40 von ihnen einer Einladung ihres Chefs zu einer Infoveranstaltung, in der Gotthardt über seine Sucht-Erfahrungen berichtete.

Der CompuGROUP-Chef schilderte sich selbst als starken Raucher. Eine ganze Packung Tabak habe er pro Tag geraucht, was etwa zwei Päckchen Zigaretten entspricht. Mitte der 80er Jahre habe er einmal für anderthalb Jahre mit dem Rauchen aufgehört, doch bereits nach einer einzigen "Belohnungs-Zigarette" war er wieder dabei. Bis zu jenem Tag, als er in dem Entwöhnungs-Seminar saß und im Ruhezustand sein Unterbewußtsein mit Infos fütterte, wie schädlich das Rauchen wirklich ist.

Mitarbeitern, die aufhören wollen, bietet Gotthardt nun an, dreiviertel der anfallenden Kosten von 200 Euro zu übernehmen. Fast alle Teilnehmer der Infoveranstaltung haben sich bei dem dieser Tage stattfindenden Seminar angemeldet.

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