Ärzte Zeitung, 23.08.2005

Cannabiskonsum: Essener Kliniken erforschen Folgen

ESSEN (mkl). Auf der Entgiftungsstation der Rheinischen Kliniken Essen erforschen Wissenschaftler die Folgen des Cannabiskonsums bei Jugendlichen.

Die Verbindung eines Therapieprogramms mit einem Forschungsprojekt ist bundesweit einzigartig. Forscher der Universität Duisburg-Essen beobachten den Umgang mit Drogen in der Zeit nach einem Entzug und mögliche Begleiterkrankungen.

Die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters nimmt seit September 2004 minderjährige Suchtpatienten auf ihre Entgiftungsstation auf. Die überwiegend männlichen Jugendlichen zwischen zwölf und 18 Jahren sind von illegalen Drogen oder Alkohol abhängig.

Betreut werden sie von insgesamt 17 Mitarbeitern, darunter Ärzten, Psychologen, Therapeuten und Sozialarbeiter. Täglicher Schulunterricht, Sporttherapie und Gruppenbesprechungen strukturieren den zwei- bis sechswöchigen Aufenthalt. Vor der Aufnahme findet ein ambulantes Vorgespräch statt, die Krankenkassen finanzieren das Projekt.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »