Ärzte Zeitung, 07.02.2006

Nikotin wirkt auf beide Typen von T-Helferzellen

DALLAS (hub). Raucher haben ein erhöhtes Risiko für Atemwegsinfektionen und Asthma. Eine mögliche Ursache haben Forscher aus Dallas entdeckt.

In Reagenzglas-Experimenten entdeckten sie, daß Nikotin sowohl T-Helferzellen vom Typ 1 als auch vom Typ 2 beeinflußt (Immunol Lett, 103, 2006, 167).

So unterdrücke Nikotin die Immunantwort auf Viren und Bakterien, indem es die Stimulation der T-Helferzellen vom Typ 1 verhindere, so die Forscher. Dieser Zelltyp schüttet Zytokine aus, die wiederum die zelluläre Immunantwort anregen.

Außerdem bewirkt das Alkaloid Nikotin eine Überstimulation von T-Helferzellen des Typs 2. Diese Zellen stimulieren B-Zellen und damit die humorale Immunantwort. Auf diesem Wege geraten allergische Reaktionen außer Kontrolle, was die Entstehung oder die Exazerbation von Asthma zur Folge hat.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

ALS ist mit Demenz eng verwandt

Stephen Hawking ist wohl der berühmteste Patient, der an Amyotropher Lateralsklerose leidet.Forscher haben nun herausgefunden, dass ALS und temporale Demenz eng verwandte Krankheitsbilder sind. Das könnte Einfluss auf das Diagnoseverfahren haben. mehr »

Innovationsfonds startet in die Versorgungsrealität

Der Innovationsfonds ist offiziell in die Umsetzungsphase gestartet. Die 300 Millionen Euro für das Jahr 2016 teilen sich 91 Versorgungs- und Forschungsprojekte. mehr »

Sind Computer bald die besseren Psychotherapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »