Ärzte Zeitung, 17.03.2006

Kampagne gegen Alkoholabusus bei Jugendlichen

Unter dem Titel "Klartext reden!" ist in Magdeburg eine Kampagne gegen Alkoholmißbrauch bei Kindern und Jugendlichen gestartet worden. Die Aktion richte sich an Eltern von Schülern im Alter von 12 bis 18 Jahren, sagte Suchtexperte Stefan Poppelreuther.

Die Eltern müßten im Umgang mit Alkohol Vorbild sein, betonte Sachsen-Anhalts Gesundheitsminister und Schirmherr der Kampagne, Gerry Kley (FDP). Sie müßten stärker "Grenzen setzen und Grenzen durchsetzen". Bei diesem Projekt werde auch die Alkoholindustrie in die Verantwortung genommen, unterstrich Kley.

Die Kampagne wurde vom Arbeitskreis Alkohol und Verantwortung des Bundesverbandes der Deutschen Spirituosenindustrie und Importeure (BSI) initiiert und von Wissenschaftlern mit Vertretern des Bundeselternrates entwickelt.

Der Kinder- und Jugendschutz habe Vorrang vor wirtschaftlichen Interessen, sagte Angelika Wiesgen-Pick vom BSI. Bis Jahresende sind laut Kley 15 Workshops mit Psychologen und Suchtexperten geplant. Begleitend werde eine Evaluation zur Wirksamkeit der Maßnahmen vorgenommen.

Nach einer Studie gaben 1998 sieben Prozent der befragten Schüler in Sachsen-Anhalt an, regelmäßig Alkohol zu trinken, 2003 waren es 29 Prozent. (ddp.vwd)

Weitere Informationen im Internet unter www.klartext-reden.de

Topics
Schlagworte
Suchtkrankheiten (2885)
Pädiatrie (8453)
Organisationen
BSI (90)
Krankheiten
Suchtkrankheiten (4213)
Wirkstoffe
Angelika (466)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Zahl der Behandlungsfehler stagniert

Die neue Statistik der Bundesärztekammer liegt vor. Sie zeigt, wo die meisten Behandlungsfehler passierten und wie die Schlichterstelle meistens entschied. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »