Ärzte Zeitung, 19.02.2007

Gefahr durch blauen Dunst in Diskotheken

BERLIN (ddp.vwd). In vielen Diskotheken drohen Besuchern und Mitarbeitern nach einem Pressebericht Gesundheitsgefahren durch Zigarettenqualm. Das hat eine Studie des bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit ergeben.

Tester hätten in Diskotheken Feinstaubwerte von mehr als 1000 Mikrogramm je Kubikmeter Luft gemessen. Auch in Restaurants und Kneipen haben sich mit 200 Mikrogramm und 220 Mikrogramm pro Kubikmeter stark erhöhte Werte gefunden, berichtete "Bild am Sonntag", die die Studie vorab vorstellte.

Wenn im Freien Konzentrationen von 50 Mikrogramm dauerhaft überschritten werden, müssen Kommunen zum Schutz ihrer Bürger einen Luftreinhaltungsplan starten, etwa durch Lkw-Fahrverbote.

"Bei einer derart hohen Belastung der Luft ist für die Mitarbeiter in Discos das Risiko für Krebs, Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht", sagte Dr. Martina Pötschke-Langer, Expertin des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg, dem Blatt.

"Kein Industriebetrieb könnte es sich leisten, seine Mitarbeiter ungeschützt solchen Schadstoffkonzentrationen auszusetzen", sagte der Präsident der Bundesärztekammer, Professor Jörg-Dietrich Hoppe.

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