Ärzte Zeitung, 22.03.2007

Heroinprojekt - erneuter Vorstoß der Opposition

BERLIN (eb). 145 Abgeordnete der Oppositionsfraktionen haben einen Gesetzesentwurf erarbeitet, in dem sie die Fortsetzung der heroingestützten Behandlung Schwerstabhängiger fordern.

Ziel sei, Diamorphin im Falle seiner Zulassung als Arzneimittel zur Substitutionsbehandlung von Schwerstopiatabhängigen einsetzen zu können, schreiben die Abgeordneten. Dazu sei es erforderlich, dass Heroin als verschreibungspflichtiges Betäubungsmittel eingestuft wird.

Die Oppositionsfraktionen hatten sich bereits im vergangenen Jahr für eine Übernahme der Heroinbehandlung ins Regelangebot des medizinischen Hilfesystems stark gemacht. Die Koalitionsfraktionen konnten sich bislang nicht auf ein einheitliches Vorgehen in dieser Frage verständigen. Bislang gab es nur Modellprojekte in Bonn, Frankfurt am Main, Hannover, Karlsruhe, Köln und München.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »