Ärzte Zeitung, 05.10.2007

Steigender Cannabiskonsum

Bayern verzeichnet immer mehr Klinikeinweisungen

MÜNCHEN (sto). In Bayern werden immer mehr junge Menschen wegen der Folgen von Cannabiskonsum ins Krankenhaus eingewiesen.

Innerhalb von fünf Jahren habe sich die Zahl der Klinikeinweisungen deshalb bei den 15- bis 25-Jährigen nahezu verdoppelt, teilte die Techniker Krankenkasse (TK) in München mit. Insgesamt landen im Freistaat mittlerweile fast 500 Menschen jedes Jahr wegen Cannabiskonsums im Krankenhaus, berichtete Sabine Wagner-Rauh von der TK. Vor wenigen Jahren waren es knapp 300.

Cannabis sei die gebräuchlichste Substanz unter den illegalen Suchtmitteln: 26 Prozent der bayerischen Jugendlichen haben die Droge mindestens einmal konsumiert. Regelmäßiger Cannabiskonsum erhöhe das Risiko an Psychosen wie Wahnvorstellungen oder Halluzinationen zu erkranken um bis zu 41 Prozent, erklärte Wagner-Rauh. Da Cannabis meistens in Verbindung mit Tabak konsumiert wird, können Nichtraucher durch den Konsum der Droge nikotinabhängig werden.

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