Ärzte Zeitung, 14.12.2007

Rauchen ist Hauptrisiko für Kindstod

MÜNCHEN (dpa/eis). Rauchen in und nach der Schwangerschaft ist einer aktuellen Untersuchung zufolge das Hauptrisiko für den Plötzlichen Kindstod (SIDS). Das berichten Forscher der Universität Bristol in Großbritannien ("Early Human Development" 83, 2007, 721). Mit einem Rauchverzicht der Eltern ließen sich 60 Prozent der SIDS-Todesfälle vermeiden, so die Forscher. Nach ihren Angaben sterben allein in Großbritannien jährlich 300 Kinder im Alter von bis zu vier Monaten an SIDS. Viele Eltern wüssten über die Gefahren durch Tabakqualm Bescheid. Trotzdem griffen viele Väter und Mütter weiter zur Zigarette. So raucht in Großbritannien aktuell noch etwa jede fünfte Frau in der Schwangerschaft.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Personal-Notstand auf deutschen Intensivstationen

Auf deutschen Intensivstationen fehlen mehr als 3000 Spezialpflegekräfte. Die Krankenhäuser wollen reagieren. Das Personal denkt über einen Großstreik nach. mehr »

HIV-Impfung generiert Immunantwort

Eine Impfung gegen HIV ist in frühen klinischen Studien. Erste Ergebnisse sind positiv. mehr »

Warum die Putzhilfe glücklich macht

Putzen, Wäsche waschen, Kochen: Viele Menschen empfinden all das als nervige Pflichten. Wer Geld hat, kann andere für sich arbeiten lassen - und fühlt sich dann zufriedener. Das haben Forscher herausgefunden. mehr »