Ärzte Zeitung, 16.06.2008

Komasaufen bei Jugendlichen immer populärer

FRANKFURT (dpa). Das so genannte Komasaufen von Kindern und Jugendlichen wird immer mehr auch für die gesetzliche Krankenversicherung zu einem Problem. Die jüngste Entwicklung sei "beängstigend", sagte eine Sprecherin der Techniker Kasse (TK) der "Frankfurter Rundschau". Nach Informationen der Kasse haben sich die Klinikeinweisungen von Jugendlichen wegen exzessiven Trinkens in den vergangenen fünf Jahren praktisch verdoppelt. 2007 wurden bundesweit 1822 TK-Versicherte unter 20 Jahren volltrunken in deutsche Kliniken eingeliefert. Sie blieben dort im Schnitt 1,2 Tage lang und verursachten Kosten von jeweils knapp 540 Euro. Die akuten Entgiftungsbehandlungen summierten sich für die TK auf mehr als 980 000 Euro.

Topics
Schlagworte
Suchtkrankheiten (2867)
Krankenkassen (16124)
Organisationen
TK (2195)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBV drücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »

"Auch mit Kind zügig möglich"

Eine Weiterbildung, die auch mit Elternzeit nur sechs Jahre dauert? Das ist möglich, sagt Dr. Sandra Tschürtz. Die angehende Allgemeinmedizinerin steht vor ihrer Facharztprüfung – und blickt auf ihre Zeit in einem Weiterbildungsverbund zurück. mehr »