Ärzte Zeitung, 10.12.2008

England: Zigaretten raus aus dem Blickfeld!

LONDON (dpa). Im Anti-Raucher-Kampf sollen in England Zigaretten künftig nicht mehr offen in Geschäften zu sehen sein. Zigarettenpäckchen und Raucherzubehör sollen aus den Auslagen an der Kasse verbannt werden, teilte Gesundheitsminister Alan Johnson am Dienstag in London mit.

Damit will die Regierung Kinder und Jugendliche vom Griff zur Zigarette abhalten. In anderen Ländern hätte das Auslagenverbot die Zahl der jungen Raucher um bis zu zehn Prozent reduziert. Der Verband der Tabakhersteller warnte, dass kleine Läden dadurch am härtesten getroffen werden.

Die "Eckläden" befürchten vor allem in der derzeitigen Finanzkrise weitere Einbußen. Nach den Plänen sollen Supermärkte von 2011 an die Zigaretten an der Kasse verschwinden lassen, zwei Jahre später sollen kleinere Geschäfte folgen.Daneben soll der Verkauf an Zigarettenautomaten erschwert werden.

Nach den Plänen können in Zukunft dort nur Menschen Zigaretten kaufen, die ihr Alter ausweisen. In Großbritannien dürfen ab einem Alter von 18 Jahren Zigaretten gekauft werden. Laut Statistik rauchten im vergangenen Jahr 200 000 Jugendliche zwischen 11 und 15 Jahren regelmäßig.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »