Ärzte Zeitung online, 29.12.2008

Umfrage: Sachsen und Bayern trinken am häufigsten Alkohol

BERLIN (dpa). Nicht nur an Silvester gehört Alkohol für viele Menschen zum Alltag. 7 Prozent der Deutschen konsumieren nach einer repräsentativen infas-Umfrage täglich alkoholische Getränke. In Sachsen sind es sogar 15 Prozent und in Bayern 11 Prozent. Für die Studie im Auftrag der ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände wurden insgesamt 3370 Bundesbürger ab 16 Jahren befragt.

Foto: Nikola Bilic ©www.fotolia.de

23 Prozent gaben an, an zwei oder mehr Tagen pro Woche Alkohol zu konsumieren. 41 Prozent tränken so gut wie nie alkoholische Getränke.

"Gesunde vertragen geringe Mengen Alkohol meist gut, dennoch sollte er nicht täglich getrunken werden. Wer Medikamente einnimmt, sollte sich vor dem Alkoholkonsum vom Apotheker zu möglichen Wechselwirkungen beraten lassen", sagte Magdalene Linz, Präsidentin der Bundesapothekerkammer.

Als Richtwert gelte, dass Männer pro Tag nicht mehr als 20 Gramm, Frauen nicht mehr als 10 Gramm Alkohol trinken sollten. Ein Glas Sekt (0,1 Liter) enthält etwa 9 Gramm, ein halber Liter Bier etwa 18 Gramm Alkohol.

Die Häufigkeit des Alkoholkonsum hängt auch vom Alter und Geschlecht ab. 12 Prozent der Männer, aber nur 3 Prozent der Frauen trinken nach der Umfrage täglich. Mehr als die Hälfte (55 Prozent) aller Frauen trinkt keinen oder nur sehr selten Alkohol, aber nur jeder vierte Mann (27 Prozent) lebt abstinent.

Während 12 Prozent der Rentner täglich Bier oder Wein trinken, sind es in der Altersgruppe bis 29 Jahren nur 2 Prozent. In Familien mit kleinen Kindern ist Abstinenz am weitesten verbreitet, nur in einem von hundert Haushalten gehören Bier und Wein zum Alltag.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »