Ärzte Zeitung online, 05.03.2009

Kein Alkohol für Jugendliche an Tankstellen mehr

BERLIN (dpa). Jugendliche sollen an Tankstellen künftig keinen Alkohol mehr bekommen. Schnaps soll es wie vom Gesetz vorgeschrieben für Minderjährige unter 18 Jahren nicht mehr geben, für unter 16-Jährige auch kein Bier und keinen Wein.

Die Verbände der Tankstellen und der Mineralölwirtschaft sagten am Donnerstag in bislang in der Branche einmaliger Einmütigkeit eine bessere Einhaltung des Jugendschutzes zu. Flächendeckende Ausweiskontrollen bei Kunden mit jugendlichem Aussehen sollen dies ab Jahresende gewährleisten, sagte die Bundesdrogenbeauftragte Sabine Bätzing (SPD) am Donnerstag in Berlin.

Künftig sollen vermehrt Kassencomputer das Personal warnen, wenn Alkohol oder Zigaretten über den Ladentisch gehen sollen. Die Mitarbeiter sämtlicher 15 000 deutschen Tankstellen sollten zudem besser geschult werden, sagte Karl-Friedrich Lihra, Vorstand des Bundesverbands Tankstellen.

Der Zentralverband des Tankstellengewerbes schloss auch freiwillige Alkoholverkaufsverbote in Disco-Nähe nicht aus. In solchen Tankstellen kauften sich vor allem nach 22 Uhr junge Menschen Alkohol, weil er billiger als in der Disco sei, sagte der Vorstandchef des Bundesverbands mittelständischer Mineralölunternehmen, Gerd Deisenhofer. Den Grünen, der Deutschen Kinderhilfe und der Hauptstelle für Suchtfragen geht die Selbstverpflichtung nicht weit genug.

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