Ärzte Zeitung online, 15.06.2009

Suchtexperten fordern konsequente Prävention

HEIDELBERG(dpa). Jede dritte Gewalttat wird unter Alkoholeinfluss begangen, bei jedem dritten Verkehrsunfall ist Alkohol im Spiel, mehr als 1,3 Millionen Menschen gelten in Deutschland als alkoholabhängig. Für den Fachverband Sucht e.V. alles Gründe, ein "Nationales Aktionsprogramm zur Alkoholprävention" zu fordern.

"Wir brauchen ein umfassendes Programm, um insbesondere Jugendliche zu schützen", sagte Geschäftsführer Volker Weissinger.

Auf dem 22. Bundeskongress seiner Organisation wollen etwa 450 Teilnehmer von Montag bis Mittwoch in Heidelberg über eine bessere Vorsorge sowie individuellere Therapieangebote beraten. Der 1976 gegründete Verband fordert unter anderem ein Werbeverbot für Alkohol in Fußballstadien und anderen Sportstätten sowie im Kino vor 20.00 Uhr. Die Organisation vertritt nach eigenen Angaben etwa 95 Einrichtungen mit mehr als 6500 stationären sowie zahlreichen ambulanten Therapieplätzen.

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