Ärzte Zeitung, 23.01.2015

Jugendpsychiatrie

Junge Computerspieler für Studie gesucht

HEIDELBERG. Sind junge Menschen, die viel Zeit mit Computerspielen verbringen, anfälliger für Stress? Und neigen Personen, die Stress schlecht verarbeiten können, eher zu übermäßigem Computerspielen?

Diese Fragen wollen Wissenschaftler der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie im Rahmen einer Studie klären. Ziel sei es, etwaige Risiken sowie auch potenziell positive Effekte ausgiebigen Computerspielens besser abschätzen zu können und wichtige Informationen für die Therapie der Computerspiel-Sucht zu sammeln, heißt es in einer Mitteilung der Uniklinik Heidelberg.

Dazu sucht das Team noch männliche Probanden im Alter zwischen 15 und 25 Jahren, die exzessiv Computer spielen oder im letzten Jahr exzessiv Computer gespielt haben. Anmeldungen sind bis zum 28. Februar 2015 möglich.

Die Teilnahme an der Studie umfasst zwei Termine à zwei Stunden. Beim ersten Termin erfasst das Studienteam mit Hilfe von Interviews und Fragebögen das Computerspielverhalten der Probanden sowie begleitende psychosoziale Faktoren.

Beim zweiten Termin wird die Belastbarkeit in einer konstruierten Stresssituation untersucht. Dabei geben die Probanden während des Tests mehrere Speichel- und eine Haarprobe ab, in denen die Menge des Cortisols bestimmt wird, teilt die Uniklinik mit.

Für die Teilnahme an beiden Untersuchungsterminen erhalte jeder Teilnehmer eine Aufwandsentschädigung. Außerdem geben die Ärzte und Psychologen der Klinik auf Wunsch eine persönliche Rückmeldung zu den diagnostischen Gesprächen und Fragebögen. (eb)

Kontakt: Telefon: 06221 56-38640 oder per E-Mail: Laura1.Mehl@med.uni-heidelberg.de

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Antibiotika gegen Rückenschmerzen

Verursachen Bakterien heftige Bandscheiben-Beschwerden? Für Forschungen zur Behandlung von Rückenschmerzen mit Antibiotika wurde jetzt der Deutschen Schmerzpreis verliehen. mehr »

Ethikrat sucht nach dem goldenen Mittelweg

Wann ist eine medizinische Zwangsbehandlung fürsorglicher Schutz, wann ein unangemessener Eingriff? Diesen Fragen widmet sich aktuell der Deutsche Ethikrat. mehr »

Ein Wettbewerbsverbot ohne Entschädigung ist ungültig

Wettbewerbsverbot ohne Karenzentschädigung? Das geht nicht, urteilt das Bundesarbeitsgericht. Ist das im Arbeitsvertrag dennoch so vorgesehen, können Arbeitnehmer nachträglich aber kein Geld einklagen. mehr »