Ärzte Zeitung, 18.06.2015

Internetsucht

Patienten für Studie gesucht

HANNOVER. Die Klinik für Psychiatrie, Sozialpsychiatrie und Psychotherapie der Medizinische Hochschule Hannover (MHH) untersucht in einer Studie die neurobiologischen Grundlagen sowie die sozialen und psychologischen Einflussgrößen bei Menschen mit Medien- und/oder Glücksspielabhängigkeit.

Für die Studie werden noch Teilnehmer gesucht, teilt die MHH mit. Die Studie richtet sich an Personen mit einer bestehenden Medienabhängigkeit oder Glücksspielabhängigkeit, die 18 Jahre oder älter sind, so die MHH.

Gesucht werden Erwachsene, bei denen eine aktive Abhängigkeit vorliegt und die an keiner weiteren, substanzgebundenen Abhängigkeit - ausgenommen von Tabak - leiden.

Ein Ziel der Studie sei herauszufinden, ob und mit welchen weiteren psychischen Erkrankungen die Diagnosen der Medien- und Glücksspielabhängigkeit verbunden sind.

Die Forscher erhoffen sich zusätzliche Informationen, die über Begleiterkrankungen Aufschluss geben und zu einer Verbesserung der Behandlung der Betroffenen beitragen können, heißt es in der Mitteilung. Was erwartet die Studienteilnehmer?

An zwei Terminen wird in einem ausführlichen Beratungsgespräch und mittels Fragebögen die persönliche Situation erfasst und eingeschätzt. Im Rahmen der Diagnosestellung schätzen die Experten auch ein, ob andere psychische Begleiterkrankungen wie beispielsweise Depressionen vorliegen.

Weiterhin erfolgen Blutuntersuchungen, bei denen mögliche neurobiologische Veränderungen untersucht werden sollen. (eb)

Mehr Infos zur Studie gibt es unter: Tel. 017615328235; groh.adrian@mh-hannover.de oder Tel. 01772672820; caroline.hockertz@stud.mh-hannover.de

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Antibiotika gegen Rückenschmerzen

Verursachen Bakterien heftige Bandscheiben-Beschwerden? Für Forschungen zur Behandlung von Rückenschmerzen mit Antibiotika wurde jetzt der Deutschen Schmerzpreis verliehen. mehr »

QuaMaDi wird fortgesetzt

Aufatmen im Norden: KV und Kassen haben sich auf den Fortbestand des Brustkrebsfrüherkennungsprogramm QuaMaDi geeinigt. mehr »

Ethikrat sucht nach dem goldenen Mittelweg

Wann ist eine medizinische Zwangsbehandlung fürsorglicher Schutz, wann ein unangemessener Eingriff? Diesen Fragen widmet sich aktuell der Deutsche Ethikrat. mehr »