Schmerzen

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Ärzte Zeitung, 18.10.2005

Mit Oxycodon halten Patienten starke Schmerzen gut aus

Niedrigdosiertes Opioid erleichtert individuelle Therapie

HAMBURG (awa). Patienten mit starken und bereits deutlich chronifizierten Schmerzen sollten möglichst früh mit Opioiden der Stufe 3 therapiert werden. Das forderte Privatdozent Dr. Michael Überall aus Nürnberg, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie, bei einem Pressegespräch in Hamburg.

Für die Schmerzlinderung bieten nach Auffassung des Schmerztherapeuten die heutigen Retard-Analgetika, die gut verträglich und steuerbar sind, eine wichtige Therapieoption. Vor allem, wenn es darum gehe, das für jeden Patienten unterschiedliche individuelle Behandlungsziel zu erreichen, sei das niedrig dosierte Opioid Oxycodon (Oxygesic® 5 mg) geeignet. Es kann in kleinen Schritten aufdosiert werden.

Dies habe sich auch in einer prospektiven Beobachtungsstudie mit 443 Patienten mit starken chronischen Rückenschmerzen bestätigt, berichtete Überall auf der von dem Unternehmen Mundipharma unterstützten Veranstaltung.

Die anfängliche Schmerzintensität lag auf einer visuellen Analogskala (von 0 bis 10) bei im Mittel 7,3. 154 Patienten erhielten entweder eine Standardtherapie mit Schmerzmitteln der Stufe 1 (NSAR, Paracetamol, Metamizol, COX-2-Hemmer) oder der Stufe 2 (Tilidin/ Naloxon, Tramadol) oder der Stufe 3 (Fentanyl oder Buprenorphin, überwiegend transdermal). 289 Patienten wurden mit Oxycodon behandelt.

Nach drei Wochen Behandlung berichteten 61 Prozent der Patienten, die Oxycodon erhielten, daß sie ihr individuelles Behandlungsziel (IBZ) erreicht hatten. Bei den anderen Behandlungsschemata war das nur bei 32 Prozent der Fall. Insgesamt 50 Prozent der Patienten mit Oxycodon konnten wieder arbeiten, in der anderen Gruppe waren es 17 Prozent.

Das individuelle Behandlungsziel sei zuvor gemeinsam mit jedem einzelnen Patienten bestimmt worden als das Maß an gewünschter Schmerzreduktion oder als die Schmerzstärke, bei der die Schmerzen als noch erträglich empfunden würden, erläuterte Überall. Die Abfrage dieses Ziels sei für Ärzte vor allem wichtig, um den Behandlungserfolg in der Praxis richtig einschätzen zu können.

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